Die Gründung der EFF
Als das Gesetz die Hacker verfolgte, entstand eine Stiftung mit dem Argument, dass die Verfassung bis in den Cyberspace reicht.
Das Objekt
Die Electronic Frontier Foundation wurde im Juli 1990 von Mitch Kapor, John Perry Barlow und John Gilmore gegründet. Sie ist kein Gerät und kein Text, sondern eine Institution — geschaffen, um Bürgerrechte an einem Ort zu verteidigen, den das Gesetz noch nicht zu sehen gelernt hatte.
Operation Sundevil und eine durchsuchte Spielefirma
Auslöser war eine Welle plumper Razzien der Strafverfolgung. Der Secret Service durchsuchte Steve Jackson Games und beschlagnahmte Computer wegen eines Cyberpunk-Rollenspielbuchs, das man für ein Hacking-Handbuch hielt. Die Operation Sundevil griff Mailbox-Betreiber ohne Rücksicht auf rechtsstaatliche Verfahren auf. Barlow und Kapor folgerten, dass jene, die der digitalen Welt auf rechtlichem Weg begegneten, sie nicht verstanden — und dass jemand verfassungsmäßige Rechte in Netzwerkbegriffe übersetzen musste.
Warum es zählt
Die EFF markiert den Moment, in dem die Hacker-Kultur aufhörte, nur Systeme zu bauen, und begann, die Menschen zu verteidigen, die sie nutzten. Der Fall Steve Jackson Games stellte fest, dass elektronische Post denselben rechtlichen Schutz verdiente wie ein versiegelter Brief. Der Morris-Wurm hatte gezeigt, dass Erkundung nun Folgen trug; die EFF argumentierte, dass sie auch Rechte trug.
Die Lehre, die sie freisetzte
Eine Kultur reift, wenn sie Institutionen baut, nicht nur Werkzeuge. Code kann eine Grenze schaffen, aber nur das Gesetz kann entscheiden, wer in ihr frei ist. Die Gründung der EFF behauptete, dass die Werte des Hacker-Manifests keine bloße Pose waren — es waren Ansprüche, die man erheben und vor Gericht gewinnen konnte.
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