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PhreakingGerät· 1971

Die Blue Box

Ein taschengroßer Tongenerator, der das weltweite Telefonnetz in einen Spielplatz für Hacker verwandelte.

2 Min. Lesezeit251 Wörter

Das Objekt

Eine Blue Box ist ein kleines elektronisches Gerät, das genau jene Mehrfrequenztöne erzeugt, die AT&T zur Vermittlung von Ferngesprächen nutzte. Wer eine besaß, sprach die private Sprache des Telefonnetzes — und das Netz, das jeder Stimme vertraute, die sie sprach, gehorchte.

Der 2600-Hz-Zufall

Das System hatte einen Fehler, der offen vor aller Augen lag. Eine Fernleitung lauschte auf einen einzelnen 2600-Hz-Ton, um eine Leitung als frei zu erkennen. 1971 veröffentlichte Esquire „Secrets of the Little Blue Box“ und stellte der Welt John Draper — „Captain Crunch“ — vor, der entdeckte, dass eine Spielzeugpfeife aus Müslipackungen exakt 2600 Hz erzeugte. Pfeifen, die Leitung übernehmen, dann kostenlos überallhin auf der Erde wählen.

Warum es zählt

Die Blue Box ist das Gründungsartefakt des Phreaking, der Erkundung von Telefonsystemen, die dem Computer-Hacking vorausging und seine Ethik prägte. Es ging nie wirklich um kostenlose Gespräche, sondern um den Reiz, eine riesige, undurchsichtige Maschine gut genug zu verstehen, um sie zum Singen zu bringen.

Zwei ihrer berühmtesten Bastler waren Steve Wozniak und Steve Jobs, die Blue Boxes von Tür zu Tür in Berkeley-Wohnheimen verkauften, bevor sie eine Computerfirma gründeten. Wozniak sagte es unverblümt: Ohne die Blue Box hätte es kein Apple gegeben.

Die Lehre, die sie freisetzte

Systeme vertrauen ihren eigenen Signalen. Ein Netz, das einen legitimen Befehl nicht von einer perfekten Nachahmung unterscheiden kann, ist nicht sicher — es ist nur unangefochten. Jede Hackergeneration entdeckt diese Wahrheit in einem neuen Medium neu. Die Phreaker fanden sie zuerst, mit einer Pfeife.

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