Der Homebrew Computer Club Newsletter
Ein fotokopiertes Mitteilungsblatt, das Hobbyisten zu einer Industrie machte und Personal Computing zu einem geteilten Projekt.
Das Objekt
Der Homebrew Computer Club Newsletter war ein geheftetes, getipptes Mitteilungsblatt, das an die Mitglieder eines Hobbyclubs im Silicon Valley verteilt wurde, der sich ab März 1975 in einer Garage in Menlo Park und später in Stanford traf. Er enthielt Schaltpläne, Bezugsquellen, Sitzungsnotizen und ungefilterte Meinung.
Ein Raum voller Erbauer
Homebrew bildete sich wenige Wochen nachdem der Altair 8800 auf dem Titel von Popular Electronics erschien. Zum ersten Mal konnte ein Einzelner einen Computer besitzen. Die Kultur des Clubs war von radikaler Großzügigkeit: Mitglieder führten ihre Maschinen vor, gaben Schaltungsentwürfe weiter und halfen Konkurrenten beim Debuggen. Der Newsletter war das Netzwerk, das diese Großzügigkeit skalieren ließ.
Warum es zählt
Bei Homebrew enthüllte Steve Wozniak den Apple I und gab, dem Geist des Clubs treu, dessen Schaltpläne kostenlos weiter. Rund zwei Dutzend Firmen führen ihren Ursprung auf diesen Raum zurück. Der Newsletter ist die dokumentarische Aufzeichnung des Moments, in dem das Rechnen die Institution verließ und in das Zuhause eintrat.
Er inszenierte auch den ersten großen Streit der Bewegung. 1976 veröffentlichte ein junger Bill Gates seinen „Offenen Brief an Hobbyisten“ und verurteilte das Kopieren von Software als Diebstahl. Der Konflikt zwischen Teilen und Eigentum, der das Rechnen bestimmt, wurde hier artikuliert — im Matrizendruck.
Die Lehre, die er freisetzte
Eine Gemeinschaft, die frei teilt, was sie lernt, kommt schneller voran als jedes einzelne Unternehmen. Der Personal Computer wurde nicht von einer Firma erfunden; er wurde öffentlich zusammengesetzt, eine fotokopierte Seite nach der anderen. Die in jenen Seiten eingeführte Spannung — ist Software ein Handwerk zum Teilen oder ein Produkt zum Verkaufen? — wurde nie gelöst, nur vererbt.
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