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PrivatsphäreNetzwerk· 2002

Tor

Onion-Routing für die Öffentlichkeit freigegeben — Anonymität neu gebaut als Netzwerk, dem jeder beitreten kann.

2 Min. Lesezeit229 Wörter

Das Objekt

Tor — „The Onion Router“ — hatte seine erste öffentliche Freigabe am 20. September 2002, basierend auf Onion-Routing-Forschung des U.S. Naval Research Laboratory. Es hüllt Datenverkehr in Verschlüsselungsschichten und lässt ihn über freiwillig betriebene Relays springen, sodass kein einzelner Punkt zugleich weiß, wer du bist und was du tust.

Anonymität braucht Gesellschaft

Tors zentrale Einsicht ist sozial, nicht nur kryptografisch: Ein System, das eine einzelne Person verbirgt, ist nutzlos, weil diese Person heraussticht. Anonymität funktioniert nur als Menge. Daher wurde Tor frei und offen veröffentlicht, und es überlebt durch Relays, die von Freiwilligen weltweit betrieben werden — seine Sicherheit ist buchstäblich eine Gemeinschaft.

Warum es zählt

Tor führt PGPs Argument ein Jahrzehnt weiter. PGP verbarg den Inhalt einer Nachricht; Tor verbirgt die Tatsache und das Muster der Kommunikation selbst. Es wurde zu unverzichtbarer Infrastruktur für Journalisten, Dissidenten und gewöhnliche Menschen unter Überwachung — und zu einem dauerhaften Spannungspunkt zwischen Privatsphäre als Recht und dem Sehenwollen des Staates. Die Frage des Phreakers, wer ein Netzwerk kontrolliert, wird noch gestellt, nun in Zwiebelschichten.

Die Lehre, die es freisetzte

Manche Freiheiten lassen sich nur gemeinsam bauen. Man kann in einem Netzwerk nicht allein privat sein; Privatsphäre im großen Maßstab ist ein öffentliches Gut, das man freiwillig ins Dasein bringen muss. Tor machte Anonymität zu einem Infrastrukturprojekt — und bewies, dass ein Gemeingut das Individuum verteidigen kann.

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